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Tech-Tipps: Fast vergessen – Mail-Spoofing

Inyovas kurzer monatlicher Newsletter mit Sicherheitsempfehlungen, Neuigkeiten und interessanten Fakten.

Dies ist ein interner Newsletter, der jeden Monat ans Inyova-Team versandt wird. Wir hoffen, dass er Euch auch so gut gefällt wie uns.

Heute: Fast vergessen – Mail-Spoofing

Kleine E-Mail-Einführung

E-Mail-Kommunikation basiert auf einem 40 Jahre alten Set von Formatierungs- und Verarbeitungsregeln namens SMTP-Protokoll. Die erforderliche Struktur könnte man mit einem physischen Brief vergleichen. Die von SMTP verlangten Grundinformationen sind: Sender*in/Empfänger*in im Header und eine Nachricht im Body. Zum Schluss wird alles nochmals zusammen mit der Info zu Sender*in/Empfänger*in in einen Umschlag verpackt, den Envelope. Um unsere Mails zu schützen, verschlüsseln wir sie zusätzlich mit TLS (SMTPS-Protokoll).

Alles total sicher, oder?

Was ist passiert?

Letzthin erhielt ich eine E-Mail mit einer Warnung von meinem Mail-Service, dass eine E-Mail gespooft sei. Das ist eine Phishing-Technik, die leicht vergessen oder ignoriert wird, die aber sehr weit verbreitet und einfach anzuwenden ist und katastrophale Sicherheitsauswirkungen haben kann.

Was zum Hacker ist Mail-Spoofing?

Wenn uns jemand eine Phishing-Mail schickt, erkennen wir das schnell: Der oder die Angreifer*in gibt sich als XY aus, aber die Absenderadresse passt nicht zu der von XY. Erwischt, gemeldet.

Mail-Spoofing ist ein Angriff, bei dem ein*e Hacker*in die Absenderadresse verändert. Er oder sie behauptet, XY zu sein, und die Mail scheint auch von XY versandt worden zu sein.

Wie ist das überhaupt möglich? 

Wie Mail-Spoofing funktioniert

Es läuft alles auf SMTP zurück. Das Protokoll erlaubt es, den Envelope und den Header zu verändern. E-Mail-Dienste zeigen den Absender mit dem Text an, der im Feld „Von“ (Header) gespeichert ist. Allerdings ist die tatsächliche Identität des Absenders oder der Absenderin im Feld „Mail von“ (Envelope) versteckt.

Die Opfer interagieren mit der schädlichen E-Mail, geben persönliche Daten preis, private Zugänge, Zahlungsinformationen und mehr. Mail-Spoofing ist illegal, wird als kriminelle Handlung betrachtet und fällt in die Kategorie Cyberkriminalität.

Was soll ich tun?

Moderne Mail-Dienste bieten eine automatische Erkennung von gespooften Mails via SPF (Sender Policy Framework) an. Du kannst checken, ob Dein Mail-Anbieter bei gespooften Mails automatische Warnungen generiert.

Wenn Du immer noch unsicher bist, kannst Du jederzeit eine Header-Analyse für die E-Mail machen. So geht das zum Beispiel bei Gmail. Du kannst außerdem DKIM benutzen, eine digitale Signatur für Deine E-Mails, die bei modernen Mail-Diensten zum Glück oft sowieso schon automatisch aktiviert ist.

 

Das wär’s. Haltet Eure Technik sicher und danke fürs Lesen. 

Quellen:

https://www.tessian.com/blog/what-is-email-spoofing/

https://cybernews.com/secure-email-providers/email-spoofing/

https://www.vaadata.com/blog/phishing-how-to-prevent-email-spoofing/

Inyova

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