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Wie Inyova-Investor*innen durch Active Ownership Veränderungen bewirken können

BMW war einst ein Pionier der Elektromobilität, doch jetzt besteht die große Gefahr, dass das Unternehmen zum Blackberry der Automobilindustrie wird: Sie könnten keine Rolle mehr spielen, weil sie es versäumt haben, sich dem Wandel zu stellen.

Aber das muss nicht das Schicksal von BMW sein. Das Unternehmen hat geniale Ingenieur*innen, eine starke Marke und eine lange Geschichte der Innovation. Wenn BMW die Herausforderung der Mobilitätswende annimmt, kann das Unternehmen noch weitere Jahrzehnte sehr erfolgreich sein und einen wichtigen Beitrag zur Schaffung emissionsfreier Mobilitätslösungen leisten.

Am 11. Mai findet die Hauptversammlung von BMW statt. Mit Hilfe der Inyova-Investor*innen schlagen wir Susan Shaheen für den Aufsichtsrat vor, Professorin an der University of California Berkeley und Expertin für emissionsfreie Mobilitätssysteme. Wir sind davon überzeugt, dass ihr Fachwissen BMW bei der Umstellung auf eine Zukunft mit sauberer Mobilität helfen und für mehr Diversität im Aufsichtsrat sorgen kann. 

So hebt Inyova Impact Investing auf ein neues Niveau. Zum ersten Mal können Tausende von Impact-Investor*innen gemeinsam aktiv werden und einer der größten Marken der Welt helfen, auf den richtigen Weg zu kommen – und das alles mit einem einzigen Klick in der Inyova-App. 

Warum machen wir das?

Der Klimawandel vollzieht sich viel schneller als erwartet. Der Verkehr ist für über 10 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. 96 % der Verkehrsemissionen werden in Deutschland durch den Straßenverkehr verursacht. 

Aber es gibt Lösungen, die entwickelt und umgesetzt werden können. Der Verkehr hat eines der größten Emissionseinsparungspotenziale! 

Und die Lösungen funktionieren auch auf dem Markt – wie die Konkurrenz von BMW tagtäglich beweist. Doch während sich viele Automobilhersteller zu klaren E-Mobilitätsstrategien und konkreten Ausstiegsterminen für die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verpflichtet haben, ist dies bei BMW nicht der Fall. Das Unternehmen setzt weiterhin auf veraltete Technologien wie den Verbrennungsmotor, u.a. für die wahrscheinlich bald überflüssigen Plug-in-Hybriden. Darüber hinaus betreibt BMW Lobbyarbeit gegen wichtige Klimagesetzgebung, um diese veraltete, den Klimawandel anheizende Technologie am Leben zu halten.

Aber die Zeit läuft ab. Wenn BMW mit seinen Wettbewerbern mithalten will, muss das Unternehmen jetzt in neue Technologien und Geschäftsmodelle investieren. Wir sind sicher, dass BMW, wenn es den Wandel vollzieht, das Potenzial hat, einen wichtigen Beitrag zu einem emissionsfreien Mobilitätssystem zu leisten.

Mehr Details zu unserer Argumentation sowie verschiedene Quellen und Referenzen findest Du in unserem Investor Briefing.

Was schlagen wir vor und wie kann das helfen?

Der Aufsichtsrat spielt eine entscheidende Rolle bei der Überwachung eines grundlegenden Wandels in einem Unternehmen. 

Gegenwärtig könnte der Aufsichtsrat von einem tiefer gehenden, modernen Fachwissen über emissionsfreie Mobilitätsstrategien profitieren. Hier könnte die Expertise und die Markterfahrung von Professorin Susan Shaheen helfen, den Aufsichtsrat zu stärken.

Sie ist nicht nur Professorin für Bau- und Umweltingenieurwesen, Co-Direktorin des Transportation Sustainability Research Center an der Universität von Kalifornien und eine führende Expertin für Mobilitätsstrategien, sondern verfügt auch über einschlägige Boarderfahrung. Professorin Shaheen hat außerdem eng mit verschiedenen großen Automobilherstellern zusammengearbeitet, darunter auch deutsche Unternehmen. 

Wir sind der Meinung, dass ihr Fachwissen und ihre Erfahrung, ihr Branchenzugang und ihr strategischer Einblick für die Strategie von BMW von großer Bedeutung sind. 

Wie können sich die Kunden von Inyova beteiligen?

Mit unserer brandneuen Shareholder-Engagement-Funktion können Inyova-Kund*innen, die über Inyova in BMW investiert sind, zeigen, dass sie unsere Nominierung von Susan Shaheen unterstützen, indem sie in der App für „Kampagne unterstützen“ stimmen. 

Diese Funktion ist ein großer Meilenstein auf dem Weg, Shareholder Engagement für alle zugänglich zu machen, indem Inyova-Kund*innen einfach über die Entscheidungen abstimmen können, die auf der BMW-Hauptversammlung getroffen werden.

Wenn Du in der Schweiz wohnhaft bist, bestätigst Du durch Deine Unterstützung der Kampagne, dass Inyova Deine Stimmrechte auf der BMW-Hauptversammlung am 11. Mai 2022 ausüben kann. 

Wenn Du in Deutschland ansässig bist, bestätigst Du mit dem Anklicken des Buttons, dass Du hinter dieser Kampagne stehst. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen wird Inyova jedoch nicht auf der Hauptversammlung in Deinem Namen abstimmen können (in Zukunft wollen wir dieses Feature auch in Deutschland verfügbar machen). Deine Unterstützung ist dennoch sehr wichtig, denn sie zeigt, dass Inyova-Investor*innen für Veränderung eintreten. 

Was ist Active Ownership?

Durch den Besitz von Aktienanteilen wirst Du Miteigentümer*in des Unternehmens. Als „Active Owner” (oder aktive*r Anteilseigner*in) nutzt Du deine Eigentumsrechte, um das Unternehmen, in das Du investiert hast, zu beeinflussen.

Hier sind einige Möglichkeiten, wie Du zum Active Owner werden kannst:

  1. Du kannst von Deinen Aktionärsrechten Gebrauch machen, z. B. dem Recht, an einer Hauptversammlung teilzunehmen oder dort das Wort zu ergreifen. 
  2. Du kannst auch Shareholder Engagement betreiben, was nichts anderes bedeutet, als den Dialog mit Unternehmen zu suchen. Dabei geht es in der Regel darum, Deine Standpunkte gegenüber dem Unternehmen klar zu machen und so die Ausrichtung des Unternehmens zu beeinflussen. 

Bei BMW haben wir auch den Dialog gesucht und haben mit dem Konzern über deren Geschäftsmodell gesprochen und angeboten, eine Kandidatin für den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Diesen Vorschlag hat BMW abgelehnt. 

 

Daher reicht Inyova bei der BMW-Hauptversammlung einen Wahlvorschlag ein und nominiert Susan anstelle des vom Unternehmen vorgeschlagenen Kandidaten für den Aufsichtsrat. 

Wie kann BMW wieder auf den richtigen Weg kommen?

Wir glauben, dass BMW einige Dinge tun muss, um vom Nachzügler zum Vorreiter zu werden: 

  1. Ein klares Bekenntnis zur emissionsfreien Mobilität formulieren.
  2. Anstatt sich gegen die Umsetzung der Klimapolitik zu stemmen, sollte BMW Innovationen in klimafreundliche Technologien als Motor für zukünftiges Wachstum nutzen. 
  3. Die Kompetenzen des Aufsichtsrats durch die Ernennung einer Mobilitätsexpertin wie Susan stärken. Diese Entscheidung würde nicht nur wertvolles Fachwissen einbringen, sondern wäre auch ein wichtiges Marktsignal. 

Warum ist Professorin Susan Shaheen die perfekte Besetzung für den Aufsichtsrat?

Susan Shaheen ist eine weithin anerkannte internationale Expertin und Vordenkerin auf dem Gebiet der innovativen Mobilität und der strategischen Anforderungen bei der Bewältigung der Mobilitätswende.

Susan Shaheen hat intensiv mit führenden Automobilherstellern in Deutschland, Europa und weltweit zusammengearbeitet und wird fundierte Einblicke in den Stand der Technik der Branche sowie den Zugang und die Präsenz der Branche in den USA, einem der Schlüsselmärkte von BMW, bieten.

Als US-Amerikanerin aus Nordkalifornien wird sie die Vielfalt des Aufsichtsrats in Bezug auf Alter, Geschlecht und Nationalität erhöhen und bringt umfangreiche Erfahrungen als unabhängiges Boardmitglied mit.

Susan ist Professorin für Bau- und Umwelttechnik an der University of California, Berkeley, Co-Direktorin des Transportation Sustainability Research Center des Institute of Transportation Studies (ITS) Berkeley und Direktorin der Resilient and Innovative Mobility Initiative des ITS.

Susan ist in der Lage, positive Veränderungen herbeizuführen, einschließlich der Maximierung des langfristigen Shareholder Value, indem sie weitgehende akademische und praktische Erkenntnisse über kritische Wettbewerbsdimensionen sowie den Zugang der Industrie zu vorrangigen geografischen Märkten und Innovationsmärkten beisteuert.

Warum wird BMW nicht einfach aus dem Inyova-Universum entfernt?

BMW ist seit 2017 Teil des Inyova-Universums, da das Unternehmen früher als Pionier galt.

Obwohl wir BMW derzeit kritisch sehen, glauben wir, dass das Unternehmen ein wichtiger Akteur im Kampf gegen den Klimawandel sein kann. Die Inyova-Gemeinschaft ist entschlossen, sich durch aktive Beteiligung Gehör zu verschaffen und einen positiven Wandel zu bewirken. 

Wir wissen, dass es innerhalb von BMW bereits eine Debatte über die Umweltauswirkungen des Unternehmens gibt. So wollen wir die Sorge der Investor*innen zum Ausdruck bringen und die Stimmen des Fortschritts auch innerhalb von BMW stärken. 

Dennoch werden wir BMW weiterhin genau beobachten. Wenn wir nicht sehen, dass das Unternehmen eine emissionsfreie Strategie verfolgt, werden wir es möglicherweise aus dem Inyova-Universum entfernen (Unternehmen werden immer entfernt, wenn sie unsere Kriterien nicht mehr erfüllen).

 

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